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Motorfokus für Newton Teleskope
Viele der heute angebotenen Newton Teleskope verwenden den gleichen, Chinesischen
2" Okularauszug (OAZ). Dieser ist z.B. an Geräten der Firmen Sky Watcher, Celestron
oder GSO zu finden und eignet sich sehr gut zum Umbau in einen Motorfokus. Die vorliegende
Anleitung ist speziel lauf diesen OAZ zugeschnitten, lässt sich aber auch auf viele
andere Modelle übertragen.
Als Hauptkomponente des Umbaus kommt der schon bekannte Getriebemotor RB33 der Firma
Conrad Elektronik zum Einsatz. Dieser liefert bei 12V Spannung 10 Umdrehungen pro Minute,
die durch die anschließende Untersetzung auf 6,66 Umdrehungen pro Minute reduziert werden.
Der Motor läuft auch mit 2,4V Spannung noch problemlos, womit eine weitere Reduzierung der
Drehzahl möglich ist. Das Drehmoment ist auch in diesem Fall noch hoch genug und den
OAZ zu bewegen.
Die benötigten Einzelteile:
- Getriebemotor RB33 (1:600)
- Haltewinkel des RB33 Motors
- Zahnrad mir 30 Zähnen (Modul1)
- Zahnrad mit 20 Zähnen (Modul1)
- Stück Alu als Grundplatte
- Schrauben, Federringe und eine Flügelmutter
Der Aufbau ist im Grunde sehr einfach und den Bildern zu entnehmen. Auf zwei Besonderheiten möchte
ich jedoch näher eingehen:
Rutschkupplung
Selbst wenn der Motor nur mit 2,4V betrieben wird, hat er noch genug Kraft um die
Zahnstange des OAZ zu beschädigen, wenn diese am Anschlag anstößt.
Es ist daher unbedingt notwendig eine Rutschkupplung einzubauen! Eine einfache aber gute
Möglichkeit wird in Bild 3 gezeigt.
Man trennt hierzu das große Zahnrad in zwei Teile, so dass man einen Klemmring (mit den
beiden Madenschrauben) und ein Zahnrad ohne Klemmung bekommt. Der Klemmring wird nun mit der
Achse des OAZ fest verbunden. Darauf folgt, mit einer Gummischeibe getrennt, das eigentliche
Zahnrad. Dieses wird nicht mit der Achse verbunden, sondern nur Lose aufgesetzt. Eine Schraube mit
Rändelmutter wird nun in das Gewinde der OAZ Achse gesteckt und drückt das Zahnrad
bei Bedarf gegen die Gummischeibe und somit gegen den Klemmring. (Bild 1 und 2 zeigen den
Aufbau noch ohne Rutschkupplung)
Anpressdruck der Zahnräder
Der Getriebemotor wird an den ebenfalls bei Conrad erhältlichen Haltewinkel montiert und
auf die Grundplatte geschraubt. Dazwischen werden jedoch noch zwei Federringe gelegt. Diese sollten
so dimensioniert werden, dass der Motor mit leichtem Druck gegen das große Zahnrad drückt.
Hierdurch kann später allzu großes Flankenspiel der Zahnräder vermieden werden.
Der Antrieb des Motors kann über zwei Mignon Akkus zu je 1,2V erfolgen. Diese liefern
auch bei niedrigen Temperaturen genug Strom für eine ganze Nacht und können
zusammen mit einem Schalter in eine kleine Handbox eingebaut werden.
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