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Als nächstes wird der originales Okularausug getauscht. Dieser hat zwar eine große freie
Öffnung (ca. 60mm) und ist präziser als seine Chinesischen Kopien, erfüllt jedoch trotzdem
nicht die Anforderungen der digitalen Astrofotografie. Der Auszug muss für eine sichere Führung
relativ stramm eingestellt werden, was für eine präzise Fokussierung von Nachteil ist.
Ich habe mich für einen Baader Steeltrack Okularauszug entschieden, da dieser ein sehr gutes
Preis / Leistungs- Verhältnis hat. Die Führung des OAZ erfolgt auf Stahlschienen, statt auf
weichem Aluminium, wodurch ein äußerst sanfter und präziser Lauft erreicht wird. Auch die
installierte Mikrofokussierung ist von wesentlich besserer Qualität als bei den üblichen
Okularauszügen aus Fernost. Der Gesamteindruck des Auszuges ist erstmal durchweg positiv...
...erweist sich bei der Montage jedoch als nicht ganz ausgereift. Die Befestigungslöcher sind
mit kleinen Ausfräsungen für die Schrauben versehen. Jedoch fallen diese Fräsungen derartig klein
aus, dass der Kopf einer handelsüblichen (metrischen) Schraube nur gerade so hineinpasst. Für
passende M6 Muttern gilt dies übrigens auch (siehe Bild). Die Montage gestaltet sich daher schwieriger als
gedacht, da es an dieser Stelle absolut kein Spiel gibt. Ein weiterer Nachteil ist die angewinkelte Stellung d
er Bohrlöcher zu Tubus. Die Schrauben stehen nicht wagerecht auf dem Tubus, sondern sind nach innen
(zum Rohr) geneigt. Hierdurch müssen die Bohrungen im Tubus schräg erfolgen, was auf einem
runden Werkstück nur schwer zu realisieren ist. Die Stellung der Schrauben ist derart Schräg, dass
sie auch nicht mir der Universalität der Basis erklärt werden kann. Der Sinn dieser Konstruktion
ist beim besten Willen nicht ersichtlich, hier sollte nachgebessert werden. Zusammen mit der äußerst
knappen Fräsung, erfordert dieser Umstand eine äußerstgenaue Ausführung der Bohrlöcher,
was mir erst beim zweiten Tubus gelungen ist.
Ich habe mich für Edelstahlschrauben mit Senkkopf entschieden, die ich falsch herum montiert habe.
Die Schrauben wurde also von innen nach außen in den Tubus gesteckt. Hierdurch kann die Schrägstellung der
Schrauben korrigiert werden! Eine Mutter würde hier nur punktuell aufliegen und nicht kraftschlüssig
verbinden. Der abgerundete Senkkopf kann diese "Fehlstellung" jedoch ausgleichen. Zur besseren Kraftverteilung habe ich
40mm Unterlegscheiben verwendet. Diese wurden im Schraubstock vorgebogen und von innen über die Bohrungen des Tubus
geklebt. Anschließend wurde die metallische Oberfläche mit einem Pflaster aus Velourfolie überklebt,
durch das die Schrauben gesteckt werden.
Der Steeltrack Okularauszug wurde schließlich matt schwarz lackiert, da die originalen Oberflächen
zu glänzend ausgefallen sind. Hierfür eignet sich bestens die Modellbaufarbe "Flat Black" von Tamiya,
da diese sehr gut zu verarbeiten ist und eine äußerst matte Oberfläche erzeugt.
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